Freiwillige Feuerwehr

Koglerau

Am Morgen des 26. Jänner 2013 wurde die FF Koglerau per Sirene zu einer KFZ Bergung alarmiert. Im Feuerwehrhaus angekommen, mussten wir feststellen dass sich der Einsatzort wieder auf der "Hohen Straße" auf Höhe des Theresiengutes befindet. Aus den Erfahrungen der letzten beiden Einsätze in der Nähe des Theresiengutes wurde gleich ein Feuerwehrkamerad beauftragt mit Traktor und Seilwinde zum Einsatzort auszurücken. Als wir am Einsatzort eintrafen stellte sich die Situation wie folgt dar.
Auf der Hohen Straße erwarteten und bereits die Polizei und ein Fahrzeug des Arbeiter-Samariter-Bundes war auch schon am Einsatzort anwesend. Ein Fahrzeug war von der Straße abgekommen, an der beginnenden Leitschiene aufgefahren, einige Meter auf der Leitschiene dahingeschlittert und hatte sich dann mehrmals überschlagen und war in der Wiese unter der Straße gelandet. Die leicht verletzte Lenkerin konnte sich selbst befreien und wurde bereits vom ASB versorgt.
Nach der Absicherung der Unfallstelle und vollständiger Aufnahme des Unfallortes durch die Polizei säuberten wir die Straße von den herumliegenden Fahrzeugteilen und schleppten den PKW von der Wiese zum Parkplatz des Theresiengutes, wo wir es dem ÖAMTC zum Abtransport übergaben.
Dies war bereits der dritte Einsatz in diesem Winter an nahezu der gleichen Stelle.

20130126 Einsatz

Zur Schlüsselstelle des heurigen Winters scheint sich die Kurve beim Theresiengut auf der Hohen Straße herauszukristallisieren. Nachdem wir bereits vor Weihnachten dort ein KFZ bergen mussten, wurden wir am 16. Jänner 2013 um 20.15 Uhr wieder zu einer KFZ Bergung an der gleichen Stelle alarmiert. Eine PKW Lenkerin hatte auf der schneeglatten Fahrbahn die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlohren und war nach einen Dreher seitlich über die Gegenfahrbahn in den Graben gerutscht. Wie auch schon beim Letzten mal verhinderten die Stauden das Überschlagen des Fahrzeuges. Die Lenkerin konnte sich alleine und unverletzt aus dem Auto befreien.
Mit einer Traktorseilwinde und der Unterstützung der FF Pöstlingberg zur Sicherung an der Hinterachse konnten wir das Fahrzeug aus dem Graben ziehen. Das Fahrzeug blieb durch den Unfall nahezu unbeschädigt.

KFZBergung web

Zu Ende des Jahres mussten wir noch zu zwei Fahrzeugbergungen ausrücken, bei denen es Gott sei Dank neben den Blechschäden zu keinen Personenschäden kam.

Der erste Unfall ereignete sich am 21. Dezember 2012 gegenüber des Theresiengutes. Ein Fahrzeuglenker kam auf der schneebedeckten Hansberglandesstraße ins Schleudern und rutschte gegenüber des Theresiengutes mit dem Fahrzeugheck voran die Böschung hinunter. Nur dem dichten Staudenbewuchs ist es zu verdanken dass sich das Fahrzeug nicht überschlug. Nach dem Entfernen der Stauden gelang es mit Hilfe eines Traktors und einer Seilwinde sowie der Sicherung des ÖAMTC’s das Fahrzeug wieder frei zu bekommen.

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Der zweite Unfall ereignete sich am Morgen des 27. Dezembers auf der eisglatten Pöstlingbergstraße. Beim Eintreffen am Unfallort lag ein PKW auf dem Dach auf der Gegenfahrbahn. Die bereits vor Ort wartende Polizei erklärte uns, dass sich die Lenkerin aus eigener Kraft aus dem Fahrzeug befreien konnte und außer ein paar Kratzer und Abschürfungen keine weiteren Verletzungen erlitten hatte. Unsere Aufgabe war die Aufrichtung und Beseitigung des Fahrzeuges von der Fahrbahn sowie das Binden des ausgelaufenen Öls und Kühlflüssigkeit mittels Ölbindemittel.

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Am 3. September 2012 um 1.46 Uhr wurde die Feuerwehr Koglerau gemeinsam mit den Feuerwehren Gramastetten, Lassersdorf und Pöstlingberg (Alarmstufe 1 der Einsatzzone Koglerau) zu einem Bauernhausbrand "Am Großamberg" alarmiert. Da einige im Feuerwehrhaus eintreffenden Kameraden von bereits aus dem Dachstuhl schlagenden Flammen berichteten, wurde sofort die Alarmierung der Alarmstufe 2 veranlasst um sofort genügend Einsatzkräfte zum Einsatzort zu bringen.
Beim Eintreffen der FF Koglerau am Einsatzort stand der Dachstuhl des Ostteils bereits in Vollbrand und die Flammen waren schon von weitem zu sehen. Gleichzeitig mit der Lageerkundung begann die Löschgruppe mit einem Außenangriff vom Unterflurhydranten auf der Straße der nur wenige Meter vom Haus entfernt ist. Bis auf die Mutter des Besitzers hatten sich bereits alle Bewohner der Wohnungen im Garten versammelt. Ein Atemschutztrupp unserer Wehr begab sich umgehend auf die Suche nach der vermissten Frau im verrauchten und finsteren Erdgeschoß. Während der Hund der Frau aus dem Gebäude gerettet wurde und der Atemschutztrupp noch intensiv mit der Suche beschäftigt war, kam die Meldung dass sich die Frau nun auch im Garten befindet. Wie sich im Nachhinein herausstellte, hatte sie sich in ihrer Verzweiflung nach dem Brandausbruch auf den Weg zum Nachbar, einem Mitglied unserer Feuerwehr, gemacht um dort Hilfe zu holen.
In der Zwischenzeit waren die laufend eintreffenden Feuerwehren damit beschäftigt, das Übergreifen der Flammen über die Feuermauer auf den Trakt mit den Wohneinheiten zu verhindern und das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Löschwasserleitungen wurden von einem 350 m entfernten Hydranten, dem Schwimmbad und dem Teich des Anwesens aufgebaut um die Wasserversorgung sicherzustellen. Da sich das Feuer auf der anderen Seite bereits durch eine Feuermauer ausgebreitet hatte und sich am anderen Ende die Heizung mit dem Hackschnitzellager befand, wurde auch dort intensiv an der Abschirmung des Hackgutlagers gearbeitet.
Unterstützung bekamen die Einsatzkräfte durch die in der Zwischenzeit alarmierte und am Einsatzort in Stellung gebrachte Teleskopmastbühne der FF Walding, mit der die Löscharbeiten im Dachbereich erheblich erleichtert wurden. Nach dem Ablöschen der Flammen im Dachgeschoß wurden noch mehrere kleinere Brandherde im Obergeschoß und Erdgeschoß des am meisten betroffenen Bereiches entdeckt, die teilweise nur mit schwerem Atemschutz und durch Öffnen der Holz-Tramdecke bekämpft werden konnten. Um ca. 6.30 Uhr konnten die noch verbliebenen Mannschaften bis auf Koglerau und Gramastetten dann wieder einrücken. Der Vormittag beschäftigte uns noch mit dem Ablöschen letzter Glutherde, dem Sichern des Dachbereiches und der Unterstützung der Brandursachermittler sowie die Beseitigung von eindringendem Löschwasser in die nicht vom Brand betroffenen Bereiche. Um 12.45 Uhr konnten auch die letzten Feuerwehrmänner den Einsatz beenden und Brand AUS gegeben werden.
Insgesamt waren am Einsatz 8 Feuerwehren (Koglerau, Gramastetten, Lassersdorf, Pöstlingberg, Lichtenberg, Puchenau, Walding, Ottensheim) mit insgesamt 19 Fahrzeugen (darunter auch die Teleskopmastbühne und das Atemschutzfahrzeug) und 159 Feuerwehrmänner beteiligt. 10 Atemschutztrupps waren zur Personensuche und Löscharbeiten im Einsatz und insgesamt wurden 57 Atemschutzflaschen sowie der Luftvorrat der Teleskopmastbühne wieder aufgefüllt.
Abschließend betrachtet war dieser Einsatz ein sehr fordernder, mit großem Resourceneinsatz, bei dem jedoch durch die gute Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren schlimmeres verhindert werden konnte und keine Personen zu Schaden kamen.

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